Pokemon Hype

Ich bin ja für um die nächsten drei Ecken denken.

Hier eine Aufstellung, wie ich mit der gegenwärtigen Gesellschaftssituation umgehen gelernt habe:

1. Lerne zu verstehen, was dich manipuliert.
Ich habe mir 1979 schon untersagt, dem Video-runterladen-kann-ich-später-noch-gucken anheim zu fallen.
2. Fokussiere dich darauf, Zusammenhänge zu erkennen, indem du niemals Informationen unkontrolliert in dein Oberstübchen lässt.
Ich bin zu s.g. Verschwörungsstammtischen gegangen, um zu verstehen, was da abgeht und wer da so alles dran dreht, die Leute zu beeinflussen. Von daher kann ich z.B. überhaupt nicht verstehen, dass die Leute Nigel Farage unreflektiert gefolgt sind.
3. Überprüfe, was Informationen mit dir machen.
Ich hab mich immer schon aufgeregt, wenn plötzlich ein Thema in allen Kanälen rauf und runter diskutiert wurde. Ich hab mich dann gefragt, ob ich durch viel Infos besser informiert werde oder ob genau das Gegenteil passiert.
4. Treffe dich real mit Menschen, die nicht so denken wie du.
5. Versuche zu verstehen, was die „andere“ Seite denkt, fühlt, beabsichtigt, bevor du deren Argumente als Gegner deiner eigenen missbrauchst.
6. Mach dein eigenes Ding und lass nicht einfach was mit dir machen, nur weil es viele machen.

Soviel zum aktuellen Poke-Hype

noch eine Idee dazu aus der VT-Szene

„Bis jetzt können wir uns dessen sicher sein, dass die Regierung es gelernt hat, wie sie die dümmeren Mitglieder unserer Spezies ausmerzen kann. Dafür muss man nur einen virtuellen pinkfarbenen Ball mit Hasenohren und fröhlich glitzernden Augen auf Zuggleisen platzieren, sich dann entspannt zurücklehnen und die Show verfolgen. Macht euch in der Zwischenzeit bloß keine Gedanken über die echten Ereignisse, die unser Leben in den vergangenen Jahren beeinflusst haben und es in der Zukunft auch weiterhin tun werden.“

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Prognose AfD

Ich habe mich immer gefragt, ob ich es mich wohl getraut hätte, in der Nazizeit ähnlich offen mit meiner Meinung umzugehen.
Allerdings sollte das nicht heißen, dass ich es real überprüfen möchte.
Und doch werden momentan die Anzeichen deutlicher, dass es so kommen könnte.
Und warum?
2010 habe ich im Rahmen meiner Kandidatur für den Landtag NRW gefordert, dass die Parteien endlich dafür finanziell bestraft werden müssen, wenn sie ihren Bildungsauftrag nicht erfüllen. Dies würde an Wahlbeteiligung und Mitgliederaufkommen gemessen.
Selbstverständlich hat niemand in der Regierung ein Interesse daran. Und auch die Opposition würde dies nicht fordern, sie müsste es ja dann einführen.
Ich habe damals gefragt, wenn doch der überwiegende Teil der Wahlberechtigten politikverdrossen die Parteien ablehnt, warum dann nicht gleich auflösen.
Die FDP ist dem relativ schnell nachgekommen.
Nun ist die SPD dran.
Ich bin zum Mitgliederentscheid extra in die SPD eingetreten, um die GroKo zu verhindern, hat leider nicht gereicht. Ich habe damals offen ausgesprochen, dass die SPD sich selbst vernichten wird, wenn sie an der Macht festhält.
Und was wird das bedeuten?
Ich wage die Prognose, dass die AfD mit der SPD gleichziehen wird.
Und was es bedeutet, mit Menschen zu diskutieren, die die Afd wählen, kann jeder im Hausgebrauch erfahren. Einfach mal das Thema „Findest Du, dass die Regierung einen Denkzettel braucht?“ ansprechen.
Und es wird sich nicht aufhalten lassen !!!
Warum?
1. Jetzt wäre Gelegenheit, in Deutschland Volksabstimmungen auf Bundesebene ins Gesetz aufzunehmen. Das wird aber nicht kommen, weil immer der falsche Zeitpunkt ist. Zu viele würden die Gelegenheit nutzen, die Regierung abzustrafen, ohne an die Folgen zu denken.
2. Weil uns die Niederländer vorgemacht haben, zu was es führt, wenn man mal gegen was ist. Obwohl das Referendum keine weisende Wirkung hat, wird gleich gefordert, alle direkte Demokratie zu verbieten. Keiner außerhalb der gewählten Politiker ist fähig, zu entscheiden, was in Zukunft möglich sein soll.
3.Die Afd fordert alles, was die Auflösung der EU beschleunigt, und im Moment arbeiten alle dafür, dass dies auch gerade das ist, was momentan am erstrebenswertesten erscheint.
4. Alle Protestwähler bedenken nicht, was passieren kann. Und alle stehen nachher da, dass sie das, was kommen würde, ja nicht gewollt hätten.
5. Die Regierung macht jetzt das, was ne Menge Menschen nicht wollen. Glyphosat, TTiP, Waffenverkäufe, Gentechnik, Türkei, Flüchtlinge.
6. Die Linke hat es versäumt, eine wählbare Massenpartei zu werden, warum weiß ich nicht.
7. Weil es nach der Finanzkrise NULL fühlbare Aktionen gegen den ausufernden Kapitalismus gegeben hat.
8. Weil die Gewinne weniger gestiegen sind, die Einkommen der meisten  aber höchstens ein bisschen.
9. Weil die Globalisierung dem Einzelnen Angst macht und es keine wirklichen Ansätze gibt, diese Angst in Aktivität umzusetzen.
Also, zieht Euch warm an, es liegen spannende 17 Monate vor uns.

Volksabstimmung

Momentan werden wieder die Rufe nach Einführung
von Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid in
das Grundgesetz laut. Anlass ist die Abstimmung in der Schweiz über die Einführung eines Grundeinkommens.

Auch die AfD ist dabei.

Es wird keine Einführung in Deutschland geben. Da wäre es schon erforderlich, der AfD mehr als 25% zuzugestehen.

2002 gab es den letzten Versuch, der allerdings bei genauerer Betrachtung die Einsicht von min. 20% der CDU-Abgeordneten benötigt hätte.

https://www.volksentscheid.de/fileadmin/pdf/Plenarprotokoll__14-240.pdf

Hier der Kandidatencheck zur BuW2013 https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/2013-08-22_Presseinfo_Kandidatencheck_Bund.pdf

Warum sollten wir also weiterhin dafür werben?

Der „einfachere“ Weg?

Freunden wir uns mit der Tatsache an, dass es die direkte Volksabstimmung ja schon gibt: Unabhängige Direktkandidaten können direkt vom Wähler gewählt werden. Entsprechend werden so 50% der Mandate vergeben.

Als Beispiel:
2013 wurde der MdB für Düsseldorf mit 78800 Stimmen direkt gewählt. 44,5 Millionen waren zur Wahlurne gegangen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013-wahlergebnis-grafik-bundestag-wahlkreis-a-923496.html
http://www.bundestag.de/bundestag/wahlen/wahlkreise13?wknr=106

Wer nachdenkt, wird jetzt rechnen: 50% des Bundestages ohne Partei, direkt gewählt, mit gerade mal 10% der Wahlbeteiligten.

Ich würde ne Menge dafür geben, in die Gesichter der Parteimitglieder zu blicken.

Es stimmt die Rechnung aber nicht ganz, denn die Anzahl der im Bundestag sitzenden Mandatsträger würde sich aufblähen.

Trotzdem, denkt mal drüber nach …..

Das Lesen und das Internet

Wo kann man erfahren, wann man das erste Mal im Internet war?
Als es in den 90ern losging, hab ich mich gefreut. Die ursprüngliche Intention von Tauschökonomie für Software und Information, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, die man sonst nie kennengelernt hätte, ist auch heute noch ein Teil meines Lebens.
Und doch sehe ich die Gefahren der Digitalisierung.
Das unten benannte Phänomen kann ich nachvollziehen und sehe eine Parallele zu: Was du mit dem Stift geschrieben hast, schreibst du auf deine Festplatte, was du eintippst eher nicht.

Hirnforschung „Sorgen Sie für ein Haus voller Bücher!“

Vielleicht gibt es schon eine neuere Studie dazu ?

Vor- und Nachteile des digitalen Lesens

Hier eine weiter Meinung (Miriam Meckel)

über die Wiederentdeckung der Langsamkeit im Lesen

Maryanne Wolf macht sich echt Gedanken:

Dokumentarische Lehrfilme: Lesen in der Primarschule

 

David Bowie .. hat auch in meinem Leben Spuren hinterlassen

Berlin ..

Kinder vom Bahnhof Zoo  ..

Ich habe vor 30 Jahren die Discothek „Sounds“ in Berlin besucht, weil dort Szenen für diesen Film gedreht worden sind. „Heroes“ ist ein Teil meines Lebenssoundtracks, weil ich auf dieser Tour den Menschen getroffen habe, der auch heute noch ein Teil meines Lebens ist.

 

 

Es sitzt tief …

Im Zusammenhang mit den Flüchtlingen kam irgendwann die Diskussion auf, dass es wichtig wäre, die Werte, die in Deutschland herrschen, den Ankommenden zu verdeutlichen.

Okay, hab ich gedacht. Frauen sind gleichwertig mit Männern. Fragt sich, warum es da immernoch Debatten über Gleichberechtigung und schwaches Geschlecht gibt. Sexismus und Frauen in der Werbung z.B. haben wir hier kein Problem mit. Oder doch? Frauen können sich kleiden, wie sie meinen, da gibt es keine Probleme, Frauen werden nicht belästigt, Frauen erfahren keine Gewalt, Frauen haben auch im Alltag die gleichen Rechte, es gibt kein Mobbing, sie bekommen für gleiche Arbeit das gleiche Geld, werden nicht benachteiligt, weil sie Kinder kriegen können…   oder doch ? Frauen können selbst entscheiden, was sie mit ihrem Leben machen, allerdings nur, wenn sie auch alles für die Familie tun.

Diese Sache tun alle Frauen, ohne dass du davon erfährst

Gretchen Kelly über Gespräche über Frauenprobleme: Da kommen dann solche Kommentare: Gibt es keine wichtigeren Themen auf der Welt? Ist das wirklich so eine große Sache? Bist du da nicht ein bisschen übersensibel? Bist du sicher, dass du das rational genug siehst?

Da hab ich gedacht, wie scheinheilig ist die Welt.

Da passt die Aufforderung, dass Frauen gefälligst selbst dafür sorgen sollen, nicht den Männern in die Quere zu kommen, wie die Faust aufs Auge.  OB-Köln: „Die Stadt Köln will Verhaltensregeln aufstellen. Und zwar für Frauen und Mädchen.“

Die alte Masche: Die Triebhaftigkeit der Männer ist unabwendbar und das schwache Geschlecht soll gefälligst dafür sorgen, dass es nicht eskaliert. Ich höre noch: „Wenn Du auf Sex keine Lust hast, mach es trotzdem, der Mann kann nicht anders. Wenn Du Dich weigerst, könnte es Dein Schaden sein. Mit einer kleinen Dienstleistung kriegst Du von ihm, was Du willst, also stell Dich nicht so an.“

Hier der Text zum Beitragsbild

Frauenbild, was nun?

Und dann auch noch so tun, als ob hier paradiesische Zustände herrschen, die verteidigt werden müssten.

Ich glaube, es wird Zeit für einen offenen Schlagabtausch ohne Waffen:

Frauen, Feminismus ist tot. Echte Solidarität ohne Ansehen der Person ist die Ansage für Aktionen und Reaktionen. Wir sind viele, wenn wir uns unserer Anteilnahme sicher sein können, gibt es für die Menschlichkeit eine Zukunft.

Wenn wir auf die Männer warten, ist es schon zu spät.

 

was brauche ich ? wozu ? warum ?

Mal wieder ist es ein Zeitungsartikel, der mich auffordert, meine Meinung kundzutun.

Minimalismus Nichts mehr zu verlieren

Verzicht ist so hip wie nie zuvor. Immer mehr Menschen verweigern den Konsum – ein Lebensstil, der durch eine Entrümpelung der eigenen vier Wände und eine radikale Form des Konsumverzichts geprägt ist.

3 Menschen und schon ist ein Artikel fertig und ein Lebensstil kreiert. Und in den Kommentaren wird das Ende von Wirtschaftswunderdeutschland eingeleitet.

1. Wieso muss man überhaupt verzichten?
Weil auf Konsumieren unser System aufgebaut ist. Nur wer mehr produziert, als er selbst braucht und er Menschen findet, denen glaubhaft versichert wird, dass sie das unbedingt brauchen, kann mehr Geld für sich generieren, um wieder das zu konsumieren, was sich dann gefälligst gehört und andere dafür aus besagtem Grund bereitstellen.

Ergo muss man denen, die nicht konsumieren das als Verzicht verkaufen und gleichzeitig ein schlechtes Gewissen machen, weil ja vom Konsumieren soviel abhängt.


2. Wieso gilt der Satz:  – Haste was, dann biste was! – immer noch?
Es gibt Initiativen, die sorgen dafür, dass Kinder einen teuren Schulranzen bekommen, damit sie sich nicht von denen unterscheiden, die dieses Teil von ihren Eltern bekommen.
und wieso sollte das Gegenteil nun das non-plus-ultra werden?


3. Wieso ist es immer noch so, dass der erste Eindruck eines Menschen nach dem Äußeren geht?
Weil der Mensch ein Augentier ist und immernoch im Steinzeitaltermodus läuft.

4. Wieso ist neu eigentlich so sexy?

Wir haben soooo viele Dinge, die ungenutzt irgendwo rumstehen und trotzdem ist es normaler, dass was unbenutztes her muss.

5. und es gibt Cradle2Cradle

Da herrscht die Maxime, dass Konsum gut ist, wenn man ihn konsequent zuende denkt und keine Ressourcen naturschädigend zu unbenutzbarem Müll degradiert, wenn man den Gegenstand nicht mehr braucht.

Resümee:

Alles in allem versuchen Konsumverweigerer eigentlich, die Solidarität, die dem Menschen inne ist, wieder aufleben zu lassen. Deshalb ist die erste Reaktion auch oft, der/die lebt auf Kosten anderer. Wenn andere nichts wegwerfen würden oder Platz in ihrem Haus zur Verfügung stellen würden, ginge das gar nicht.
Natürlich !!!

Darum geht es eigentlich!!

Konsumieren führt in die Einsamkeit oder Individualisierung oder Unabhängigkeit von anderen. Nicht das Gegenteil.

Und genau das ist es, was doch eigentlich gewünscht wird:

Miteinander frei zu sein und nicht auf irgendwas verzichten, um sich selbt eine Bestimmung zu geben.

PS
Dass Heidemarie jetzt, wo sie krank ist, keine reale Gemeinschaft hat, die sie auffängt, ist nicht konsequent. Es gibt Artabana, dort hätte sie eigentlich sein müssen.