Es sitzt tief …

Im Zusammenhang mit den Flüchtlingen kam irgendwann die Diskussion auf, dass es wichtig wäre, die Werte, die in Deutschland herrschen, den Ankommenden zu verdeutlichen.

Okay, hab ich gedacht. Frauen sind gleichwertig mit Männern. Fragt sich, warum es da immernoch Debatten über Gleichberechtigung und schwaches Geschlecht gibt. Sexismus und Frauen in der Werbung z.B. haben wir hier kein Problem mit. Oder doch? Frauen können sich kleiden, wie sie meinen, da gibt es keine Probleme, Frauen werden nicht belästigt, Frauen erfahren keine Gewalt, Frauen haben auch im Alltag die gleichen Rechte, es gibt kein Mobbing, sie bekommen für gleiche Arbeit das gleiche Geld, werden nicht benachteiligt, weil sie Kinder kriegen können…   oder doch ? Frauen können selbst entscheiden, was sie mit ihrem Leben machen, allerdings nur, wenn sie auch alles für die Familie tun.

Diese Sache tun alle Frauen, ohne dass du davon erfährst

Gretchen Kelly über Gespräche über Frauenprobleme: Da kommen dann solche Kommentare: Gibt es keine wichtigeren Themen auf der Welt? Ist das wirklich so eine große Sache? Bist du da nicht ein bisschen übersensibel? Bist du sicher, dass du das rational genug siehst?

Da hab ich gedacht, wie scheinheilig ist die Welt.

Da passt die Aufforderung, dass Frauen gefälligst selbst dafür sorgen sollen, nicht den Männern in die Quere zu kommen, wie die Faust aufs Auge.  OB-Köln: „Die Stadt Köln will Verhaltensregeln aufstellen. Und zwar für Frauen und Mädchen.“

Die alte Masche: Die Triebhaftigkeit der Männer ist unabwendbar und das schwache Geschlecht soll gefälligst dafür sorgen, dass es nicht eskaliert. Ich höre noch: „Wenn Du auf Sex keine Lust hast, mach es trotzdem, der Mann kann nicht anders. Wenn Du Dich weigerst, könnte es Dein Schaden sein. Mit einer kleinen Dienstleistung kriegst Du von ihm, was Du willst, also stell Dich nicht so an.“

Hier der Text zum Beitragsbild

Frauenbild, was nun?

Und dann auch noch so tun, als ob hier paradiesische Zustände herrschen, die verteidigt werden müssten.

Ich glaube, es wird Zeit für einen offenen Schlagabtausch ohne Waffen:

Frauen, Feminismus ist tot. Echte Solidarität ohne Ansehen der Person ist die Ansage für Aktionen und Reaktionen. Wir sind viele, wenn wir uns unserer Anteilnahme sicher sein können, gibt es für die Menschlichkeit eine Zukunft.

Wenn wir auf die Männer warten, ist es schon zu spät.

 

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