Das Lesen und das Internet

Wo kann man erfahren, wann man das erste Mal im Internet war?
Als es in den 90ern losging, hab ich mich gefreut. Die ursprüngliche Intention von Tauschökonomie für Software und Information, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, die man sonst nie kennengelernt hätte, ist auch heute noch ein Teil meines Lebens.
Und doch sehe ich die Gefahren der Digitalisierung.
Das unten benannte Phänomen kann ich nachvollziehen und sehe eine Parallele zu: Was du mit dem Stift geschrieben hast, schreibst du auf deine Festplatte, was du eintippst eher nicht.

Hirnforschung „Sorgen Sie für ein Haus voller Bücher!“

Vielleicht gibt es schon eine neuere Studie dazu ?

Vor- und Nachteile des digitalen Lesens

Hier eine weiter Meinung (Miriam Meckel)

über die Wiederentdeckung der Langsamkeit im Lesen

Maryanne Wolf macht sich echt Gedanken:

Dokumentarische Lehrfilme: Lesen in der Primarschule

 

David Bowie .. hat auch in meinem Leben Spuren hinterlassen

Berlin ..

Kinder vom Bahnhof Zoo  ..

Ich habe vor 30 Jahren die Discothek „Sounds“ in Berlin besucht, weil dort Szenen für diesen Film gedreht worden sind. „Heroes“ ist ein Teil meines Lebenssoundtracks, weil ich auf dieser Tour den Menschen getroffen habe, der auch heute noch ein Teil meines Lebens ist.

 

 

Es sitzt tief …

Im Zusammenhang mit den Flüchtlingen kam irgendwann die Diskussion auf, dass es wichtig wäre, die Werte, die in Deutschland herrschen, den Ankommenden zu verdeutlichen.

Okay, hab ich gedacht. Frauen sind gleichwertig mit Männern. Fragt sich, warum es da immernoch Debatten über Gleichberechtigung und schwaches Geschlecht gibt. Sexismus und Frauen in der Werbung z.B. haben wir hier kein Problem mit. Oder doch? Frauen können sich kleiden, wie sie meinen, da gibt es keine Probleme, Frauen werden nicht belästigt, Frauen erfahren keine Gewalt, Frauen haben auch im Alltag die gleichen Rechte, es gibt kein Mobbing, sie bekommen für gleiche Arbeit das gleiche Geld, werden nicht benachteiligt, weil sie Kinder kriegen können…   oder doch ? Frauen können selbst entscheiden, was sie mit ihrem Leben machen, allerdings nur, wenn sie auch alles für die Familie tun.

Diese Sache tun alle Frauen, ohne dass du davon erfährst

Gretchen Kelly über Gespräche über Frauenprobleme: Da kommen dann solche Kommentare: Gibt es keine wichtigeren Themen auf der Welt? Ist das wirklich so eine große Sache? Bist du da nicht ein bisschen übersensibel? Bist du sicher, dass du das rational genug siehst?

Da hab ich gedacht, wie scheinheilig ist die Welt.

Da passt die Aufforderung, dass Frauen gefälligst selbst dafür sorgen sollen, nicht den Männern in die Quere zu kommen, wie die Faust aufs Auge.  OB-Köln: „Die Stadt Köln will Verhaltensregeln aufstellen. Und zwar für Frauen und Mädchen.“

Die alte Masche: Die Triebhaftigkeit der Männer ist unabwendbar und das schwache Geschlecht soll gefälligst dafür sorgen, dass es nicht eskaliert. Ich höre noch: „Wenn Du auf Sex keine Lust hast, mach es trotzdem, der Mann kann nicht anders. Wenn Du Dich weigerst, könnte es Dein Schaden sein. Mit einer kleinen Dienstleistung kriegst Du von ihm, was Du willst, also stell Dich nicht so an.“

Hier der Text zum Beitragsbild

Frauenbild, was nun?

Und dann auch noch so tun, als ob hier paradiesische Zustände herrschen, die verteidigt werden müssten.

Ich glaube, es wird Zeit für einen offenen Schlagabtausch ohne Waffen:

Frauen, Feminismus ist tot. Echte Solidarität ohne Ansehen der Person ist die Ansage für Aktionen und Reaktionen. Wir sind viele, wenn wir uns unserer Anteilnahme sicher sein können, gibt es für die Menschlichkeit eine Zukunft.

Wenn wir auf die Männer warten, ist es schon zu spät.

 

was brauche ich ? wozu ? warum ?

Mal wieder ist es ein Zeitungsartikel, der mich auffordert, meine Meinung kundzutun.

Minimalismus Nichts mehr zu verlieren

Verzicht ist so hip wie nie zuvor. Immer mehr Menschen verweigern den Konsum – ein Lebensstil, der durch eine Entrümpelung der eigenen vier Wände und eine radikale Form des Konsumverzichts geprägt ist.

3 Menschen und schon ist ein Artikel fertig und ein Lebensstil kreiert. Und in den Kommentaren wird das Ende von Wirtschaftswunderdeutschland eingeleitet.

1. Wieso muss man überhaupt verzichten?
Weil auf Konsumieren unser System aufgebaut ist. Nur wer mehr produziert, als er selbst braucht und er Menschen findet, denen glaubhaft versichert wird, dass sie das unbedingt brauchen, kann mehr Geld für sich generieren, um wieder das zu konsumieren, was sich dann gefälligst gehört und andere dafür aus besagtem Grund bereitstellen.

Ergo muss man denen, die nicht konsumieren das als Verzicht verkaufen und gleichzeitig ein schlechtes Gewissen machen, weil ja vom Konsumieren soviel abhängt.


2. Wieso gilt der Satz:  – Haste was, dann biste was! – immer noch?
Es gibt Initiativen, die sorgen dafür, dass Kinder einen teuren Schulranzen bekommen, damit sie sich nicht von denen unterscheiden, die dieses Teil von ihren Eltern bekommen.
und wieso sollte das Gegenteil nun das non-plus-ultra werden?


3. Wieso ist es immer noch so, dass der erste Eindruck eines Menschen nach dem Äußeren geht?
Weil der Mensch ein Augentier ist und immernoch im Steinzeitaltermodus läuft.

4. Wieso ist neu eigentlich so sexy?

Wir haben soooo viele Dinge, die ungenutzt irgendwo rumstehen und trotzdem ist es normaler, dass was unbenutztes her muss.

5. und es gibt Cradle2Cradle

Da herrscht die Maxime, dass Konsum gut ist, wenn man ihn konsequent zuende denkt und keine Ressourcen naturschädigend zu unbenutzbarem Müll degradiert, wenn man den Gegenstand nicht mehr braucht.

Resümee:

Alles in allem versuchen Konsumverweigerer eigentlich, die Solidarität, die dem Menschen inne ist, wieder aufleben zu lassen. Deshalb ist die erste Reaktion auch oft, der/die lebt auf Kosten anderer. Wenn andere nichts wegwerfen würden oder Platz in ihrem Haus zur Verfügung stellen würden, ginge das gar nicht.
Natürlich !!!

Darum geht es eigentlich!!

Konsumieren führt in die Einsamkeit oder Individualisierung oder Unabhängigkeit von anderen. Nicht das Gegenteil.

Und genau das ist es, was doch eigentlich gewünscht wird:

Miteinander frei zu sein und nicht auf irgendwas verzichten, um sich selbt eine Bestimmung zu geben.

PS
Dass Heidemarie jetzt, wo sie krank ist, keine reale Gemeinschaft hat, die sie auffängt, ist nicht konsequent. Es gibt Artabana, dort hätte sie eigentlich sein müssen.

Was uns erwartet ? ….. läuft schon

Ich wage eine Prognose:

Die nächsten 5 Jahre sind entscheidend für das Gesellschaftsprofil nicht nur in Deutschland.

Warum?

Es läuft eine massive Vermögensumverteilung – weltweit -, die sich negativ auf unser Zusammenleben auswirken wird.

  1.  Sparen: ist was fürs Volk. Schon den Kleinsten erzählt man was von Spardose, immernoch.
  2. Konsum: ist was fürs Volk. Nur wer kauft, sorgt für eine florierende Wirtschaft. Kredit gibt es, die Höhe setzt …. die Wirtschaft fest.
  3. Wohnen: muss jeder, allerdings muss jeder dafür auch zahlen. und sich darauf verlassen, dass es genügend bezahlbaren Wohnraum gibt, wo man auch Arbeit findet ….

zu 1. Sparen hat nur Sinn, wenn man bereit ist, auch ein gewisses Risiko einzugehen. Ich kenne niemanden, der durch Sparen reich geworden ist. Man fokussiert seine  Bedürfnisse auf das Erreichbare, dann ist man glücklich. Und beschäftigt. So ähnlich hat die DDR funktioniert. Erst, als klar war, dass man sich 40 Jahre was hat vormachen lassen, wurde innerhalb von wenigen Tagen klar, dass die sozialen (es war ja doch nicht so schlecht) Komponenten die Konsumgeilheit nicht aufhalten konnten. Allerdings ist es mit dem Risiko so, dass die Einschätzung wichtiger ist als das Eingehen. Wenn ich mir etwas anschaffe, das meine Möglichkeiten übersteigt, werde ich es nicht schaffen. Wer Ratschläge falsch einstuft, wird scheitern. Entsprechend gehört also ein gewisse unternehmerische und dementsprechend ausbeuterische Einstellung dazu. Alleine schafft man es nicht. Und wenn Zusammenschlüsse aus Misstrauen nicht möglich sind, muss ich andere für mich zahlen lassen.

zu 2. Man muss sich was leisten können. Warum muss man das? Wer sagt mir, dass ich damit glücklicher bin? Der, der es verkaufen möchte. Warum muss ich mir was leisten? Weil ich arbeiten gehe, damit ich wieder arbeiten kann. Schönes Hamsterrad. Und wenn ich es mir nicht leisten kann, bekomme ich Kredit …..   haha

zu 3. Ich beobachte momentan die Entwicklung auf dem Markt für Mietwohnungen. Vielleicht gibt es ja eine Statistik, die vermittelt, wie sich die Konzentration der Eigentumsverhältnisse in den letzten 3 Jahren verändert hat. Ich würde darauf wetten, dass immer weniger Personen immer mehr Eigentum an Mehrfamilienhäusern erworben haben. Dazu kommt noch, dass der s.g. soziale Wohnungsbau auch nichts anderes ist, als die Umverteilung von Wohneigentum an wenige immer größer werdenen Gesellschaften, die natürlich nur wenige Eigentümer haben. Und der Staat sorgt noch dafür, dass diese Gesellschaften auch noch im globalen Feld tätig sind, sie das Geld immer dort parken, wo es grade am wenigsten Arbeit macht. Ich gehe davon aus, dass die meisten Mehrfamilienhäuser in den östlichen Bundesländern von ausländischem Kapital erworben und mit wenig Geld aufgehübscht wurden, um dann zu verkaufen, wenn es sich wieder rentiert.

Und nun stellen wir fest, dass der Staat sich wieder auf das s.g. private Kapital verlässt, weil die Hausaufgaben nicht gemacht wurden:

  1. Es gab kein Programm: Aufbau Ost. Es gibt das Programm Hartz 4 für die Wohnungseigentümer im Osten.
  2. Wenn ich mir die Kommentare zu den Flüchtlingen anschaue, könnte ich mir vorstellen, dass es bald eine Umzugswelle geben wird: Es gibt in den östlichen Bundesländern noch genügend Wohnungen und wenig Ausländer…….
  3. Der Staat verkauft seine Immobilien statt den Menschen die Möglichkeit zu geben, Eigentum zu bilden. Das habe ich noch nie verstanden, dass die eine Behörde darauf schielt, das Geld in die eigene Tasche zu stecken.

 

Es gibt ein paar minimale Ansätze, die dazu verleiten könnten, an eine Wendung zu glauben.

Vielleicht sammeln wir hier ein paar davon, damit ein paar davon unsere Zukunft in einem angenehmeren Licht erscheinen lassen.