Terror und das Urteil

Der Besuch im Schauspielhaus in Düsseldorf am 21.12.2015 hat sich gelohnt.

Terror von Ferdinand von Schirach

Alle Plätze waren besetzt und die 2,5 Stunden vergingen wie im Fluge, was bei einem Prozess, in dem ein entführtes Flugzeug abgeschossen wird, nahe liegt.

Dafür, dass der überwiegende Teil des Stückes aus gesprochenen Worten und den . Bildern, die dadurch im Kopf entstanden sind, bestand, war es ausgesprochen fesselnd.

Es ist nicht bekannt, wie viele Menschen wussten, dass sie am Ende mit ihren Füßen das Urteil sprechen würden. Es ist jedoch auch nicht bekannt, wie viele Vorurteile bei der realen Urteilssprechung eingehen. Deshalb ist es irrelevant.

Der Sachverhalt: Ein Kampfjetpilot hat ein Passagierflugzeug, das von einem Terroristen entführt worden war, trotz des gegenteiligen Befehls abgeschossen. Das Bundes-verfassungsgericht hat das Luftfahrtgesetz, das im Zweifelsfall die Tötung der Menschen im Flugzeug gestattet hätte, um ein größeres Unglück zu verhindern, für nicht verfassungsgemäß erklärt. Dies war bei der Truppe nicht auf Zustimmung gestoßen. Der Soldat gibt seinen Willen für die Belange des Staates auf, entsprechend handelt er dann selbstlos, was der Staat für gut befinden sollte. Die verantwortliche Luftraumüberwachung, die im Falle eines Terroranschlages zuständig ist, hat das Ziel, ein voll besetztes Fußball- stadion nicht räumen lassen. Zeit wäre dafür gewesen, wenn man einkalkuliert hätte, dass der Pilot sich nicht dem Terroristen widersetzen würde.

Die Anklage lautete entsprechend auf Mord in 164 Fällen. Der Pilot hat die Tat als bei vollem Bewusstsein ausgeführt erklärt. Die Befehlsverweigerung war dementsprechend nicht der zu verhandelnde Punkt. Das Publikum übernahm die Rolle des Richters/der Schöffen. Fragen waren nicht möglich. Allein die in Worten dargestellten Fakten sollten das Urteil ermöglichen.

Für mich blieben folgende Fragen unbeantwortet:                                                                   Welche Einfluss hat 9/11 ? Da gab es folgende Szenarien live und in Farbe. Passagiere brachten ein Flugzeug zum Absturz, 3 Flugzeuge erreichten unbehelligt ihr Ziel. Hätten sie  abgeschossen oder abgedrängt werden können? Dies wurde nicht abschließend geklärt. In USA gibt es definitiv die Möglichkeit des Abschusses.                                               Hätten Passagiere das Cockpit doch stürmen können? Eine SMS beschrieb mit Zeitangabe, dass es im Flugzeug Bestrebungen dazu gab.

Die Anklage vertrat die Auffassung, dass der erste Satz des Grundgesetzes „die Würde des Menschen ist unantastbar“ in jedem Fall Vorrang hat. Es ist wichtig, dass wir uns auf das Grundgesetz stützen und entsprechend alle Urteile mit dem Blick darauf fällen müssen. Eine von Fall zu Fall Entscheidung würde uns den Boden der Werte entziehen und kein verlässliches Zusammenleben wäre mehr gefahrlos möglich. Die Menschen in der Maschine dürften wir nicht zu Objekten machen, die einer s.g. größeren Sache geopfert werden müssten.

Die Verteidigung stützte sich auf die Ausbildung, die Soldaten den Auftrag vermitteln, alles für den Staat zu geben. Entsprechend selbstlos hätte der Pilot gehandelt, der einzige, der sozusagen bei klarem Verstand den Auslöseknopf gedrückt hat, um Schlimmstes zu verhindern.

Mein Urteil stand fest:  Schuldig im Sinne der Anklage
Und für mich stand fest, dass die Mehrheit den Piloten freisprechen würde. Es war knapp, aber so war es. Auch die vorangegangenen Aufführungen endeten mit „Nicht Schuldig“. Die Begründung lieferte das Theaterstück: Es würde immer die Möglichkeit bestehen, dass es laut unserer Gesetzgebung kein klares Ja und Nein gibt. Entsprechend war die Angeklagte frei zu sprechen. Wie die Begründung im anderen Falle ausfallen würde, muss ein Blick ins Buch ergeben.

Ergebnis

Meine Begründung:
Erst habe ich noch geschwankt, weil ich ja Anarchist bin und entsprechend Gesetze dauernd auf den Prüfstand stelle. Bei näherer Betrachtung sieht es etwas differenzierter aus: Der Terrorist zwingt die Gesellschaft in den Krieg. Und der Freispruch besiegelt, dass wir keine andere Möglichkeit sehen. Das ist in meinen Augen falsch. Krieg war noch nie eine gute Entscheidung. Die Menschen, die ausgebildet sind, um in den Krieg zu ziehen, sind m.E. nicht die, die in solchen Fällen unvoreingenommen entscheiden können. Sie sind konditioniert darauf, Opfer zu bringen und andere zu Opfern zu machen. Anders könnten sie diesen Beruf gar nicht ausüben. Auch ist jetzt gegeben, dass der Pilot in nächsten Fall schneller den Auslöser betätigen könnte, er hat sich die Macht dazu übertragen und nun wurde es von der Gesellschaft bestätigt.

Alle bisherigen Aufführungen haben zu knapp 60% zu Freispruch geführt.

Darüber ist noch zu sprechen.

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Asyl / Einwanderung

Könnte es so laufen ?

 

  1. Jedmensch bekommt bei Grenzübertritt sofort eine Aufenthaltsberechtigung/Registrierung  für 12 Monate, ein mtl. Taschengeld (sofort auf ein Konto eingezahlt), eine Arbeitsberechtigung (nachweislich angemeldet).
  2. Es werden massenhaft Deutschkurse angeboten.
  3. Innerhalb der 12 Monate wird der Anspruch auf Asyl geprüft.
  4. Ein Bleiberecht entwickelt sich aus den Ereignissen der 12 Monate.

 

 

Kollaps

In Zeiten der Krisen (Chancen) beschäftige ich mich gerne mit den Möglichkeiten.

Um besser verstehen zu können, wie es zu den momentanen Zuständen gekommen ist, schaue ich mir die Endzeitszenarien vergangener Hochkulturen an.

Wenn ich auszuschließen versuche, dass das Internet mir nur die links zur Verfügung stellt, die ich gerne sehen würde, gibt es noch mehr Menschen, die mit Hilfe der Vergangenheit die Gegenwart gestalten wollen.

Es ist bekannt, dass es ne Menge Hochkulturen gegeben hat. Mehr oder weniger erfolgreich sind sie dann doch untergegangen. Wenn die Natur (ohne Zurhilfenahme ähnlicher Kreaturen) die Schnauze voll hatte, ging es relativ schnell. Wenn es Menschenähnliche waren, dauerte es schon mal ein wenig länger. Doch das Ergebnis war eigentlich immer, dass es irgendwann wieder die nächste Hochkultur gab.

Ganz losgeworden ist die Erde die Menschheit bekanntlich noch nie. Wer weiß schon, was dann gekommen wäre.

Schauen wir uns die Gegenwart an.

Waffen, Religionsunverträglichkeiten, Kreativlosigkeit, Wachstumswahn

Sind das die Anzeichen eines bevorstehenden Kollapses ?

Wir können beruhigt in die Weihnachtszeit gleiten. Definition  :

Ein Kollaps, eine Ohnmacht oder Synkope dauert nur ein paar Sekunden und ist selten lebensgefährlich.

Klar, bislang kam die menschliche Spezies in irgendeiner Form zurück.

Hier ein Artikel über ein Buch:

http://www.resilience.org/stories/2015-12-08/the-fall-of-the-mediterranean-society-during-the-bronze-age-why-we-still-don-t-understand-civilization-collapse

Ich werde die besinnliche Zeit damit verbringen, ein paar Erklärungen für den allgemeinen Weltzustand zu finden, damit ich weiterhin Lust habe, mit weniger mehr Spaß am Leben zu haben.