2013

Gerade jetzt ist die Zeit, ein paar Gedanken aufzuschreiben,
die sonst in der allgemeinen Tagesmonotonie verloren gehen.

1. Energiewende

Gibt es die überhaupt ?

Eine wirkliche Wende wäre, wenn jeden Tag weniger Energie verbraucht
werden würde als den Tag davor. Und wenn es nur 0,5 kW sind.
Ist wie die Sache mit dem Reiskorn und dem Schachbrett.

2. Gemeinwohl

Will das überhaupt jedmensch?

Ich höre oft, „wenn ich meinen Garten hätte“ „wenn ich Geld hätte“.

Ich habe mal überlegt, wie es wäre, in eine der wenigen bestehenden Kommunen zu gehen. Würde ich es schaffen, das, was ich bislang dem Allgemeinen abzwacken konnte, wieder dem Gemeinsamen zuzuführen? Wäre ich in der Lage, ohne Vorurteile den Menschen dort einfach so zu trauen, dass auch sie das tun? Warum sollte ich meinen „Erfolg“ anderen, die aus welchen Gründen auch immer, nicht in dieser Lage zu sein, sich unabhängig gemacht zu haben, dazu zu verhelfen ?

3. Kommunikation

Alle reden davon, nur miteinander wirds immer schwieriger. Woran liegt das wohl ? Zuviele Erwartungen? Zuviele Vorbehalte durch eigene Erfahrungen ? Ist der/die, die viel redet, egoistischer als die/der, der das nicht tut? Brauchen wir eine begriffliche Revolution oder wollen wir nicht miteinander reden, weil da auch Dinge in einem selbst hochkommen, die man nicht mag ?

4. Ernährung

Auch hier ist weniger eigentlich mehr. Nur durch den Konsumzwang kommen wir in Situationen, die gebieten, mehr essen zu wollen als nötig.
Die Tatsache, dass immer weniger Produzenten für unsere Lebensmittel sorgen, macht hoffentlich nicht nur mir Sorgen.
Solidarische Landwirtschaft ist toll. Doch sind die Veränderungen am Selbst das, was die meisten überhaupt ertragen/durchmachen wollen? Ich sehe das nicht, und bin doch dafür und davon überzeugt, dass das der Weg ist.

5. Demokratie

Darüber wird viel geredet und gefachsimpelt.
Ich höre damit auf, weil für mich das einzig anstrebenswerte Ziel der Weg in die Anarchie ist.
Parteien, Wahlen sind dazu da, Strukturen vorzugeben, die mit den momentanen Aufgaben nicht konform gehen.
Wer sagt, dass Gleichheit gleich in Faschismus enden muss, weil eben doch nicht alle gleich sein können, lebt in eben diesen Strukturen, die ein Ausbrechen unmöglich erscheinen lassen.
Ich weiß, dass ich eben im Strukturlosen die Struktur der Kreativität und Flexibilität gefunden habe. Es ist immer alles möglich. Und das vor allem JETZT.

GroKo: Die Zukunft gestalten……. wessen, wann, wie ?

Ich hab ja schon mit NEIN gestimmt.

Hier noch ein Grund mehr:

Nix mit Zukunft gestalten:

Die 900 Seiten der von der Bundesregierung anberaumten 2,5 Jahre dauernden Enquetekommission (Vorsitz Daniela Kolbe SPD)
Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität
kommen faktisch nicht vor.
Lebensqualität haben sie durch Innovation ersetzt.
Vllt hätten sie ihn mal besser lesen sollen, statt jetzt die Mitglieder mit den Lobhudeleien zu überhäufen.

Das ist besserer Lesestoff. Und könnte süchtig machen.

O-Ton Michael Müller Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion von 1994 bis 2005 auf meine Bemerkung:
BB Ich vermisse im Koalitionsvertrag den, was Sie auch angesprochen haben, Willen, wirklich die Zukunft zu gestalten.
MM ja, ich vermisse das auch.
Offenkundig ist es nicht einfach, zu einer neuen „Logik“ zu kommen.