Was ist Permakultur (Interpretation von Bettina Berens)

Kurzvortrag von Bettina Berens zum Thema „Permakultur“

„Permakultur – und die Selbsterkenntnis kommt.“

Bill Mollison 1928 geb. in Tasmanien – Begründer der Permakultur.
1981 bekommt er den alternativen Nobelpreis.

Die drei unverzichtbaren Grundwerte, Earthcare, Peoplecare, Fairshare die immer gesichert werden müssen. Jede Entscheidung, jede Gestaltung muss daraufhin überprüft werden ob diese eingehalten werden.

Earthcare: Anerkennen, dass die Erde alles uns bekannte Leben trägt, ernährt und erhält, dass wir als Menschen Teil des Ökosystems Erde sind und in keiner Weise davon getrennt.

Peoplecare: Einander dabei unterstützen, unser Leben so zu führen, dass wir weder uns selbst, noch andere verletzen und darüber hinaus gesunde, lebensfreundliche Gesellschaftsstrukturen aufzubauen.
Fairshare : Die begrenzten natürlichen Ressourcen gerecht und weise zu verteilen und zu nutzen.

Aus der Beobachtung von Ökosystemen leitete Bill Mollison folgende Gestaltungsgrundsätze ab:

1.
Multiple Elements
Jede Funktion des Systems wird von mehreren Elementen erzeugt.
2.
Multiple Functions
Jedes Element des Systems hat mehrere Funktionen.
3.
Zones
Zonierung der einzelnen Systembereiche nach Nutzungsintensität.
4.
Natural Succession
Berücksichtigung der natürlichen Entwicklung eines Elementes bzw. des Systems.
5.
Optimize Edges
Optimierung der Randzonen als besonders aktive Bereiche des Systems.
6.
Relative Location
Der relative Aufenthaltsort (Nische) eines Elements innerhalb des Systems.
7.
Elevational Planning
Systementwicklung durch aufeinander aufbauende Elemente.
8.
Energy Recycling
Wiederverwendung von Energien und Stoffen innerhalb des Systems.
9.
Natural Ressources
Nutzung der natürlichen Ressourcen eines Systems.
10.
Sectors
Identifizierung und Nutzung der von außen auf das System wirkenden Einflüsse (Sektoren).
11.
Patterns
Verwendung von Entwurfsmustern zur Strukturierung des Systems.
12.
Diversity
Schaffung einer großen Vielfalt von Elementen innerhalb des Systems.

Dann kommen die 12  Designprinzipien von David Holmgren

1.Beobachte und interagiere:  Indem wir uns Zeit nehmen, die gegebene Situation zu beobachten, können wir Lösungen gestalten, die bestmöglich passen.
2.Sammele und speichere Energie: ein System sollte Ressourcen sammeln wenn sie reichlich vorhanden sind, zum Beispiel Regenwasser, so dass sie später zur Verfügung stehen.
3.Erziele einen Ertrag:  Stelle sicher, dass die Arbeit, die du investierst, sich wirklich lohnt. 
4.Reguliere dich selbst und akzeptiere Feedback: Was sich nicht lohnt, was nicht funktioniert, muss überprüft und angepasst werden.
5.Benutze und schätze erneuerbare Ressourcen und Dienste: Mache das Beste aus der Fülle der Natur, um Konsumverhalten und Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Ressourcen zu reduzieren.
6.Produziere keinen Abfall: Durch Wertschätzung und Nutzung aller verfügbaren Ressourcen, muss nichts mehr im Abfall landen.
7.Gestalte vom Muster hin zum Detail: Durch Beobachtung identifizieren wir Muster in der Natur, aber auch im Sozialen. Diese Muster können wir in unseren Designs nachbilden und von dort aus, nach und nach mit Details ausgestalten. 
8.Integrieren ist besser als Trennen: Indem man Elemente richtig placiert, entwickeln sich Beziehungen zwischen diesen Elementen und sie arbeiten zusammen, um einander zu unterstützen.
9.Verwende kleine und langsame Lösungen. Small. Es ist leichter, kleine und langsame Lösungen zu warten und in Gang zu halten. Auf diese Weise nutzt man die lokalen Ressourcen besser und produziert nachhaltigere Ergebnisse. 
10.Nutze und schätze (Arten-Vielfalt: Diversity Vielfalt reduziert die Verletzbarkeit gegenüber einer Vielzahl von Bedrohungen und zieht Vorteile aus der einzigartigen Umgebung einer Situation. 
11.Nutze Randzonen und schätze das Marginale: Die Schnittstelle zwischen Elementen ist der Ort, an dem die interessantesten Ereignisse stattfinden. Die Schnittstellen sind oft die wertvollsten, artenreichsten und produktivsten Elemente im System. 
12.Gehe kreativ mit Veränderungen um: Veränderungen sind unvermeidlich. Wir können jedoch positiv darauf einwirken, indem wir sorgsam beobachten und dann zum richtigen Zeitpunkt auf die richtige Weise eingreifen. 

Schlusswort : „Aus Revolution wird Evolution – dann haben wir es geschafft“.