Blogger, noch eine Minderheit in Deutschland

An diesem Woende findet schon die zweite Bloggerconference statt, wieder zu weit für mich weg.

Vielleicht ist ja auch mal das Rheinland dran, wir sind hier so viele:::-)

Kongress der unabhängigen Medien vom 1. – 2.5.2010

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Vollgeld: Herr Huber läßt grüßen

Ein Thema von höchster Priorität, die Geldpolitik.

Vollgeld, vom Professor des Herrn Ackermann, vielleicht erinnert er sich noch an Herrn Huber:

http://www.cashkurs.com/Detailansicht.80.0.html?&cHash=2e2c6a4fad&tx_t3blog_pi1%5BdaxBlogList%5D%5BshowUid%5D=7468

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1032452/Die-%22Griechenland-Pleite-Panik%22

Es wird Zeit, dass wir zusammenkommen.

Hier meine Artikel:

Masterplan / Wahlprüfsteine

Politiker und ihre nachfragenden Wähler

Bargeld 3

Wahlkampfthema 1: Banken

Interview zu meinen politischen Zielen Teil 2

Hier nun der 2. Teil unseres Interviews:

Wahlgespräch mit Bettina Berens – Teil 2 –

von dnzs-redaktion @ 29. Apr 2010 – 16:30:11

„Der Faktor Geld hat zuviel Macht über den Faktor Arbeit“

Bettina Berens kämpft als unabhängige Kandidatin im Wahlkreis 37 (Erkrath,Haan,Hilden,Mettmann) um den Direkteinzug in das Landesparlament. Wir haben uns mit Frau Berens unterhalten und wollen nun in unserem zweiten Gesprächsteil wissen, welche Themen sie im neuen Landtag vorantreiben will. Die Fragen wurden ausgewählt von Bertram Rabe und Marty Ludischbo

dnzs: Frau Berens. Danke, dass Sie sich nocheinmal für uns Zeit genommen haben. Welche Kernthemen wollen Sie in den nächsten Jahren vorantreiben?

Bettina Berens:
1. Die Fähigkeit, sich nicht vom Staat versorgen lassen zu müssen, ist die vorrangige Aufgabe. Der Staat schränkt heute von sich aus viele Hilfeleistungen ein, weil es nicht mehr zu bezahlen ist. Es geht nicht, dass die Menschen so vor den Kopf gestoßen werden. 50 Jahre lang vormachen, Hilfe ist da, wenn man sie braucht, und dann, wenn man sie braucht, zu spät, jetzt hilf dir gefälligst selbst. Kein Wunder, wenn die Menschen an die Politik nicht mehr glauben.
2. Gesetze so einfach zu schreiben, dass ich keinen Anwalt brauche, um sie zu verstehen, bzw. noch 10 Verordnungen, wie sie denn angewendet werden sollten.
3. Steuergesetzgebungen, die verstehen lassen, wofür das Geld, was mir abgezogen wird, dann auch verwandt wird.
4. Die Tatsache richtig einordnen, dass immer mehr Menschen immer älter werden und daraus heute schon Konsequenzen umsetzen.
5. Bildung ist oberste Priorität.
6. Wir brauchen unsere Mitwelt, unsere Mitgeschöpfe um ein lebenswertes Miteinander möglich zu machen. Dort werden neue Prioritäten erforderlich sein.
7. Einen neuen Wert für den Faktor Arbeit. Es kann nicht sein, dass dem Kapital geholfen wird und die Arbeit läuft immer noch hinter dem Geld her. Gleiches Recht für alle.

….

 

 

 

Vielen Dank nochmals für die Zeit.

So bin ich Gerda 3

Eine Geschichte von Wolfram Hänel

Ein Huhn haut ab!

Von Wolfram Hänel

Beim Bauern Zschocke gab es sechs Hühner. Aber weil Zschocke ein bisschen lahm in der Birne war, fielen ihm keine Namen für seine Hühner ein, egal , wie lange er darüber nachdachte.

Also nannte er sie einfach alle Gerda, so hieß nämlich seine Frau.

Gerda 1, Gerda 2, Gerda 3 und immer so weiter. Und den Hahn nannte er Gustav. So hieß sein Nachbar, und der war ein kräftiger Kerl und beim Kegeln immer der Beste. Gerda 1 war ein bisschen verliebt in Gustav, weshalb sie immer ganz dicht neben ihm sitzen wollte, nachts auf der Hühnerstange. Aber Gustav war das völlig egal. Weil ihm sowieso alles egal war, Hauptsache, das Fressen stimmte. Haferkörner und Mais und manchmal altes Brot. Das brachte der Bauer jeden Morgen. Und die Hühner gackerten und waren zufrieden.

Nur Gerda 3 nicht, die war überhaupt nicht zufrieden. Gerda 3 wollte nicht immer nur im Schuppen rumsitzen und die Fliegen auf der Glühbirne zählen.

Sie wollte viel lieber wissen, was draußen los ist. Ob es regnet oder schneit, oder ob die Sonne scheint oder der Wind weht. Ob der Bauer ein neues Auto hat oder der neue Sohn vom Bauern Sommersprossen hat oder nicht.

Hühner sind nämlich neugierig. Wollen alles wissen. Nur wenn man sie im Schuppen einsperrt, dann wollen sie irgendwann gar nichts mehr wissen. Dann sitzen sie nur noch rum und zählen die Fliegen. Hauptsache, das Fressen stimmt. Alles andere ist ihnen egal. Wie bei Gustav.

Nur Gerda 3, die war anders.

„Ich will wissen, was draußen los ist“ sagte sie eines Tages zu Gustav.

„Wozu?“ fragte Gustav.

„Ich will es einfach wissen“, sagte Gerda 3, „und ich wird´s rauskriegen.“

„Mir doch egal“, sagte Gustav. Und Gerda 1 nickte und sagte: „Mir auch.“ Und rückte ganz dicht an Gustav heran.

„Ihr seid blöc“, sagte Gerda 3 , „und habt keine Phantasie. Leeres Loch statt Kopf.“ Aber die anderen taten, als hätten sie nichts gehört. Saßen auf der Stange und starrten die Fliegen an. „Blödmänner“, sagte Gerda 3, „blöde Blödmänner – alle miteinander.“

Da ruckte Gustav mit dem Kopf und krächzte: „Besser blöd und satt als tot.“ „Hä?!“ machte Gerda 3 und kapierte überhaupt nichts mehr. „Hä!?“

„So wie es ist, ist es gut.“ Erklärte Gustav.

„Ist es nicht!“ rief Gerda 3 aufgeregt, „nicht gut genug jedenfalls. Und könnte vielleicht viel besser sein, bunter und schöner und …“

„Quatsch“, sagte Gustav. Und „Quatsch“ sagte auch Gerda 1 und dann Gerda 2,4,5 und 6:“Quatsch, Quatsch, Quatsch,, Quatsch!“

Da ging die Tür auf und Zschocke kam rein. Er wollte die Eier holen, um sich Rührei daraus zu machen. Das machte er jeden Tag. Alter Eierklauer.

„Jetzt oder nie! Dachte Gerda 3 und flatterte mit den Flügeln und – flog los!

Sie konnte aber gar nicht richtig fliegen, hatte ja keine Übung. Und knallte voll gegen Zschocke. Der setze sich auf seinen Hintern und wusste nicht, wie ihm geschah. „Selber schuld“, dachte Gerda 3 und flatterte zur Tür hinaus.

Draußen schien die Sonne und Gerda3 musste die Augen zusammenkneifen. Sie wäre fast nicht um die Ecke gekommen, kriegte dann aber doch noch die Kurve.

Gerda 3 flatterte mit den Flügeln, hüpfte flatternd bis zum Zaunpfosten wie wild und – flog.

Und Zschocke konnte sie nicht finden, weil er in die falsche Richtung lief und in der Scheune nach ihr suchte.

Der Esel, die Pferde, die Kühe, Schafe und Ziegen, alle staunten. Auch Fritz, das dicke Schwein, staunte nicht schlecht. Die Katze fiel vor Aufregung fast vom Dach. „Komischer Vogel, das da! Rief der alte Knecht. „Wirklich sehr komisch.“

Stimmte schon, Gerda 3 war wirklich ein komischer Vogel. Flog im Zickzack und wie betrunken, aber mit der Zeit klappte es immer besser.

Und Gerda 3 flog höher und immer höher. Und drehte eine Runde hoch oben über dem Bauernhof und flog davon. Weiter und immer weiter. Über die Wiese und bis zum Ende der Welt. Also, bis zum alten Eichenbaum jedenfalls. Und war glücklich wie nie zuvor.

Dann flog Gerda 3 zurück zum Misthaufen. Ohne einmal anzuhalten. Da saß sie dann und hätte am liebsten gekräht – gang aber nicht, Gerda 3 war ja kein Hahn, sondern ein Huhn. Ein neugieriges Huhn allerdings.

Und hüpfte hin und her und vom Misthaufen runter und wieder rauf und drumherum und drüberweg und mittendurch.

Sie erwischten einen schönen, fetten Regenwurm, gerade als er sich einbuddeln wollte. Mindestens zehn Zentimeter lang, wahrscheinlich zwanzig. Den verschlang sie genüsslich. Zentimeter für Zentimeter.

Dabei hat sie dann leider der Bauer erwischt. Kann ja wohl auch keiner einen Regenwurm verschlingen, der mindestens zwanzig Zentimeter lang ist, und dabei auch noch aufpassen, dass nicht Zschocke plötzlich von hinten angeschlichen kommt.

Zschocke hat sie einfach mit seinen großen Händen gepackt und hochgehoben. Alles Zappeln half nicht, Zschocke war stärker. Und hat sie wieder in den Schuppen gesperrt. Tür zu. Peng. Aus. Glühbirne anstarren. Fliegen zählen.

Die anderen saßen ganz still. Und rührten sich nicht vom Fleck und taten so, als wären sie gar nicht da. Bis Gustav fragte: “Na, war´s schön?“

„Sehr schön“, sagte Gerda 3 „und bei euch?“

„Ich meine“, sagte Gustav und verdrehte die Augen, „ich meine, wie war´s? Was hast du gemacht und so?“

„Aha“, dachte Gerda 3, „doch neugierig geworden, der alte Wichtigtuer.“

Und drehte den Kopf hin und her und wartete, bis alle neugierig guckten.

„Ich habe die weite Welt gesehen“, erzählte Gerda 3 dann „den Misthaufen und alles. Und dann habe ich einen Regenwurm gefressen, der war mindestens einen Meter lang. Wahrscheinlich noch län ger. Und jetzt bin ich müde. Gute Nacht.“

Gerda 3 streckte den Kopf unter den Flügel und fing an zu träumen. Und fraß im Traum einen Regenwurm, der war mindestens …

Wie lang, hast du gesagt, war der Regenwurm?“, fragte Gustav genau in diesem Moment.

„Mindestens einen Meter“, murmelte Gerda 3 im Schlaf.

„Mindestens einen Meter…“, flüsterte Gustav und konnte es kaum glauben. Dann schlief er ein.

Und träumte von einem Misthaufen. So hoch wie ein Haus. Und überall Regenwürmer. Dicke, fette Regenwürmer.

„Wir hauen ab“, flüsterte Gustav. „Raus! Die weite Welt angucken. Gleich morgen früh.“

„Ich komme mit“, sagte Gerda 1, die wieder ganz dicht neben ihm auf der Stange hockte. „Ganz klar“, sagte Gustav. „Alle kommen mit. Nur der Bauer nicht!“

Und zuckte im Schlaf mit den Beinen. Und scharrte und pickte. Und einmal rief er sogar:“Ich hab einen! Mindestens einen Meter lang! Wahrscheinlich noch länger …!“

Emmissionsrechte Umsatzsteuerbetrug

Jetzt tun wieder alle so, als hätte man das nicht vorhersehen können.

Betrug mit Umsatzsteuer, das kann nur bedeuten, dass da jemand mit offenen Augen geschlafen hat. Auch schon zu Zeiten ohne Umsatzsteuer-ID hat es diese Fälle gegeben, angeblich sollte diese ID das verhindern helfen.

Und dann die Emmissionsrechte. Ich habe mich immer schon gefragt, wie man diesen Handel erlauben kann. Da weiß ich doch, der am wenigsten davon weiß, dass das zu verlockend ist, um nicht ausgenutzt zu werden.

Dem kleinen Mann ziehen sie die falsche Lohnsteuer ohne zu fragen einfach vorab vom Lohn ab. Der ist ja der größte Betrüger, ohne eine Chance auf Betrug zu haben. Ich frage mich oft, in welchem Staat wir leben, dass wir das alles ohne zu murren über uns ergehen lassen.

Deutsche Bank: Steuerrazzia bringt drei Festnahmen aus börsennews