Medikamente, ein Luxusartikel

Eine solidarische Hilfeleistung ermöglicht es, daß Menschen, denen es finanziell nicht möglich ist, Medikamente zur Verfügung haben.

Medikamenten-Tafel hilft Hartz-IV-Empfängern
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Denn für ihre Medikamente muss sie dort nur noch die Hälfte zahlen. Möglich macht das die Dülmener Tafel, die Bedürftige seit Jahren mit Lebensmitteln versorgt. Seit Oktober erhalten Tafel-Kunden mit einem entsprechenden Ausweis auch rezeptfreie Medikamente in allen zehn Apotheken der Stadt zum halben Preis. Die andere Hälfte zahlt ein privater Sponsor. Ein Konzept, das so ähnlich in Deutschland nur noch von einer Tafel in Stuttgart angeboten wird und abseits der heftigen Debatte um die Neuregelung der Hartz-IV-Sätze zeigt, wie mit Bürger-Engagement auch Hilfsbedürftige notwendige Medikamente bekommen können.
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Der Sozialwissenschaftler Peter Grottian von der Freien Universität Berlin sieht in dem Angebot aber kein Modell, das nach dem Vorbild der 860 Lebensmittel-Tafeln eine Versorgung der Ärmsten mit rezeptfreien Medikamenten in Deutschland gewährleisten kann. «Hier läuft in jedem Fall etwas schief. Menschen, die offenkundig krank sind, können die notwendigen Medikamente nicht bekommen.» So ein Angebot könne nur eine Ersatzlösung sein, sagt Grottian. «Hier ist aber eigentlich der Gesetzgeber gefragt.»

aus greenpeace-magazin

Stärkung der Position von Tagesmüttern

Die Anzahl der Plätze in Kingergärten und privaten Kitas reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Es wurden dementsprechend Frauen angesprochen, die in ihren eigenen Wänden die ihnen anvertrauten Kinder, betreuen wollen.

Es wurden Kurse angeboten, die für alle einen abgestimmten Rahmen geben sollen.

Die Tagesmütter tragen eine große Verantwortung.

Die Vergütung trägt dem keine Rechnung.

In Gremien wird um die Entlohnung gefeilscht, mit der sozialen Komponente gespielt, so daß es eher dazu kommen wird, daß die anspruchsvolle Tätigkeit auch entsprechend bezahlt wird.

Eine Tagesmutter, die ein Kind oder mehrere Heranwachsende betreut, übernimmt mit dieser Tätigkeit eine große Verantwortung. Das gilt sowohl in pädagogischer als auch in rechtlicher Hinsicht. Im Sozialgesetzbuch führt das Gesetz aus, dass der Beruf der Tagesmutter durch eine qualifizierte Person ausgeübt werden muss, wobei die fachliche Beratung und die Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig sind.Für den Zeitraum, in dem die Tagesmutter die Betreuung der Tageskinder übernimmt, wird ihr eine umfassende Aufsichtspflicht auferlegt. Das bedeutet, sie muss darauf achten, dass dem zu betreuenden Kind keine körperlichen oder seelischen Schäden zugefügt werden.

aus nachrichten

Es ist Aufgabe der Politik, dieser Verantwortung Rechnung zu tragen und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die für alle Beteiligten tragbar sind.

Wahlkampfthema 4: Nachhaltige Lebensweise

Ein umfangreiches Themengebiet:

Energie
Mobilität
Wohnen
Lebensmittelerzeugung
Gesellschaftliche Verantwortung

In den nächsten Jahren wird sich entscheiden, welchen Weg die Menschen in Deutschland gehen wollen.

Durch Konsum und wachstumsorientierte Denkweisen sind viel gute Ansätze verloren gegangen. Die gilt es wiederzufinden und progressiv in die heutige Zeit einzubringen. Wir können es nicht verantworten, daß die nachfolgenden Generationen auf unserem Müll leben müssen.

Was können wir tun?

Vieles können wir schon tun, indem wir es eben nicht mehr tun. Jeder kann überlegen, welche Tätigkeiten und Umstände seines Lebens überflüssig sind.

Einen Masterplan der viele Menschen zusammenbringt.

Die effiziente Straße, das ökologische Hochhaus, der gemeinschaftliche Stadtteil.

Viele Projekte gibt es schon. Die gilt es zu fördern und als Ansporn für weitere Menschen zu veröffentlichen, damit jeder das Gefühl bekommt, er könne auch etwas zur Zukunft beitragen.

Ich kann als einzelner ja doch nichts tun.

Die allgemeine Frustformel gehört in die Kategorie aussterbender Satz. Jeder kann etwas tun. Jeder kann dazu beitragen, daß unsere Mitwelt lebenswert gestaltet wird.

Klar, hat man überall schon gehört.

Konkrete Projekte möchte ich durch meine Tätigkeit im Landtag einem breiten Publikum zugängig machen. Ansporn sein.

Energiestammtische sollen entstehen. Hier können sich erfahrene Bürger mit interessierten Mitmenschen austauschen, damit ein sinnvoller Umgang mit Ressourcen für alle ersichtlich und erstrebenswert ist.

Wohnberatung soll effektiv gestaltet werden, viele ältere Mitbürger wohnen in viel zu großen Häusern. Da ist Mithilfe und Kreativität gefragt, damit dort für alle Beteiligten eine gute Lösung gefunden werden kann. Es gibt viele Singles. Ob gewollt oder ungewollt, auch hier gibt es Lösungen, die diskutiert werden können.

Carsharing ist z.Zt. das große Thema. Warum nicht konstruktiv angehen?

Lebensmittelerzeugung und eine gesunde Ernährung erfordern ein Umdenken, eine Dezentralisierung. Projekte, z.B. ein Zusammenschluss mehrerer Erzeuger mit Bürgern aus einer Region, können für alle Beteiligten zu einer fruchtbaren Gemeinschaft werden. Auch dafür soll es Unterstützung geben.

Solidarisierung: Mein Lieblingsthema.
Zeit miteinander zu verbringen, Zeit, die als vierte Säule in der Altersvorsorge eine zunehmende Rolle spielen wird.
Darüber soll konstruktiv anhand von schon bestehenden Beispielen nach einer Möglichkeit gesucht werden, die sofort für jeden umsetzbar ist.

Eine umfassende Reise durch die Möglichkeiten, die jeder hat.

Ich freue mich auf anregende Gesprächskreise, die durchaus kurzfristig zu bereichernden Ergebnissen führen können.

Wahlkampfthema 3: Abschaffung von Steuerlücken

Es ist unfassbar.

Da sitzen unzählige Menschen und verfassen Gesetze. Zum Wohle aller.

Sollte man meinen.

Warum gibt es dann immernoch so viele Lücken, durch die findige nicht Steuerzahlungswillige durchschlüpfen können ?

Der Normalo kann das nicht. Er kann nur illegale Methoden anwenden.

Das muß aufhören. Sonst glaubt hier bald niemand mehr, daß Gesetze dafür da sind, die Gemeinschaft zu stärken, nicht sie zu schwächen.

Hier eine weitere Lücke, obwohl die Idee von Contracting wirklich gut ist:

Hintertür beim Contracting
Firmen tricksen Ökosteuer aus
Exklusiv Deutsche Unternehmen nutzen im großen Stil eine Gesetzeslücke zum Steuersparen aus. Sie übertragen ihre Energieversorgung auf Scheinfirmen und profitieren anschließend von großzügigen Nachlässen bei der Ökosteuer. von Jens Tartler Berlin
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Die Steuergestalter wählen dabei eine besonders trickreiche Form dieses Contractings. Steuerberater, Ingenieure oder Unternehmensberater bieten beispielsweise Kaufhäusern oder Hotels an, deren Energieversorgung zu übernehmen. In Wahrheit werden aber nur die Heizung und die Klimaanlage des Hotels einer neuen GmbH überschrieben, die auf dem Papier die Leistung erbringt.
Der Vorteil: Die GmbH als Energieerzeuger gilt als Unternehmen des produzierenden Gewerbes – anders als zum Beispiel ein Hotel. So erhält die GmbH hohe Ermäßigungen – bei der Stromsteuer bis zu 97 Prozent des normalen Satzes, bei der Mineralölsteuer bis zu 66 Prozent. Diesen Steuervorteil teilen sich der Berater, Contractor genannt, und der Kunde.

aus ftd

Schande über die Steuergesetzeschreiber. Wer immernoch glaubt, daß in Deutschland jeder im Sinne aller seine Steuern bezahlt, der sollte endlich aufwachen und die Gemeinschaft davor schützen, daß sie für die Dummheit bezahlen muß.

Griechenland

Ich habe diverse Einträge zu diesem Thema schon verfasst, daß es ein so brisantes Thema sein würde, wird jetzt bestätigt. Allerdings messe ich dem Ifo-Index nicht so viel Aussagekraft bei, weil ich nich so richtig durchblicke, was der wen wann fragt.

GfK-Index
Konsumklima trübt sich weiter ein
Schlechte Stimmung bei den deutschen Verbrauchern: Angst vor Arbeitslosigkeit und die prekäre Lage Griechenlands verunsichern die Kosumenten.

aus ftd

Auf jeden Fall ist es schlimm, wenn eine Gemeinschaft nicht zusammenhält. Jeder beäugt jeden, jeder ist irgendwie auf seinen eigenen Vorteil bedacht.

Das muß aufhören.

Im Kleinen und im Großen.

Inflation — ein Erklärungsversuch 2.

Schön, wenn man eigene Ideen in den Ausführungen anderer wiederfindet.

Inflation ist im Wirtschaftszyklus ein normaler Zustand. Schwer zu händeln, wie jeder Zustand, weil man eigentlich schon früher was hätte machen müssen, damit der Zustand nicht so schlimm ausfällt und vor allem nicht so lange andauert.

Meine Frage wäre, ob man im Falle einer Staatsverschuldung, wie es z.Zt. in vielen Ländern der Fall ist, nicht einfach eine Inflation verordnen könnte, um gewisse Regularien in Gang zu setzen.

Just in dem Moment finde ich folgenden Artikel:

Höhere Inflationsziele
Bundesbank-Chef attackiert den IWF
Bundesbank-Chef Axel Weber: „IWF riskiert Glaubwürdigkeit“
Ist Inflation gut oder schlecht für eine Volkswirtschaft?
Bundesbank-Chef Axel Weber kritisiert einen Vorschlag des IWF, künftig vier Prozent Inflation zuzulassen. Der Vorschlag sei grob fahrlässig, der IWF spiele mit dem Feuer, so Weber.
Die Vorschläge des Fonds, dass die Notenbanken künftig höhere Inflationsraten in Kauf nehmen sollen, seien inhaltlich nicht überzeugend und „von der Form her grob fahrlässig und schädlich“, schreibt das EZB-Ratsmitglied in der „FTD“.

aus spiegel

Klar, da ist nicht die Rede von „richtiger“ Inflation. Es ist interessant, daß an anderer Stelle darüber nachgedacht wird.

Kernenergie

Herr Röttgen will den im Wahlprogramm versprochenen Atomausstieg. Zwar nicht sofort, aber immerhin.

Die meisten Bürger in Deutschland wollen das auch.
Nicht so die Wähler der Union.

Der Koalitionsvertrag steht nicht nur auf wackeligen Füßen, er steht verdammt nah an einem Abgrund.

Umweltminister verprellt Unionswähler
Norbert Röttgen fordert eine schnelle Abkehr von der Atomkraft – doch damit stößt er nach Einschätzung von Wahlforschern große Teile der Unionswählerschaft vor den Kopf.

aus ftd